HumaNoise Congress #31 – Tage improvisierter Musik

11-10-2019 20:00 - 13-10-2019 20:00

Öffentliche Proben: Sa. 12.+ So. 13. 10. 2019  15 – 17 Uhr

Alison Blunt – Violine (GB)
Angélica Castelló – Blockflöten, Elektronik (Mexico/A)
Marlies Debacker – Piano  (B)
Niklas Fite – Gitarre, Banjo  (SE)
Lionel Marchetti – Elektronik (F)
Matthias Müller – Posaune (D)
Dirk Marwedel – Erweitertes Saxophon (D)
Ulrich Phillipp – Kontrabass (D)
Wolfgang Schliemann – Schlagzeug (D)
Sandra Weiss – Fagott, Altsaxophon  (CH)

Eintritt:
3-Tageskarte: 38 €  ermässigt: 30 €
2-Tageskarte: 28 €  ermässigt: 22 €
Tageskarte: 16 €  ermässigt: 12 €

Info:
Der HumaNoise congress versteht sich als Teil eines internationalen Netzwerks von improvisierenden Musiker*nnen. Dieses führt – unablässig weitergesponnen – zu immer neuen musikalischen Entwicklungen, weil die alles verbindende Herausforderung beim Entstehenlassen frei improvisierter Musik nicht im Gleichen, sondern im Anderen zu finden ist. Besonders beglückend, ebenso für die staunende Zuhörerschaft wie für die Musiker*innen selbst, sind dabei jene Überraschungsmomente, wenn scheinbar Unvereinbares sich gegenseitig befruchtet und im Wortsinn Unvorherhörbares entsteht: die flüchtige Schönheit unikater Musik in Echtzeit. Wesentlicher noch als der Gebrauch individueller instrumentaler Artikulationsweisen und spezieller Präparationstechniken ist das von allen geteilte Bewusstsein für die Kunst des Augenblicks.

Seit sich die ersten Tage Improvisierter Musik als Zusammenkunft frei improvisierender Musiker*innen in Wiesbaden unter dem Label HumaNoise congress ereigneten, sind 32 Jahre vergangen. Das ursprünglich außergewöhnliche Konzept der spontanen und einzigartigen Begegnungen hat sich mehr als bewährt – die entstehenden musikalischen Performances verändern, verjüngen und aktualisieren sich mit den Biografien der Akteur*innen selbstwirksam. So sind im Jahr 2019 auch solche Künstler*innen zu erleben, die im Jahr eins des HumaNoise congresses sicher noch nicht wussten, dass sie einst die Kunst der Improvisierten Musik vorantreiben würden, ja noch nicht einmal geboren waren.

Die drei Mitglieder des Wiesbadener Improvisations Ensembles – Dirk Marwedel, Ulrich Phillipp und Wolfgang Schliemann – haben sieben spannende neue Stimmen aus Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Mexico, Schweden und der Schweiz eingeladen, um gemeinsam Musik entstehen zu lassen, die – ganz dem Moment verpflichtet – unwiederholbar nicht nur ist, sondern auch sein will.
Um es mit einem passenden Wort von Herbert Marcuse zu sagen: „Permanenter ästhetischer Umsturz – das ist die Aufgabe der Kunst.“
An den drei Abenden wird ein abwechslungsreiches Konzertprogramm zu hören sein, das Formationen unterschiedlicher Instrumentierung und Größe – vom Duo bis zum Tutti – umfasst. Am Samstag und Sonntag bieten von 15 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt zusätzlich öffentliche Proben Einblicke in den spannenden Entstehungsprozess Improvisierter Musik jenseits des konzertanten Rahmens.

www.humanoise.de