TALKING HORNS

21-04-2018 20:30 - 21-04-2018 22:30
Live Club "m8"
Haus der Jugend, Mitternachtsgasse, Mainz, Deutschland

just horns! –
Achim Fink – Tuba
Andreas Gilgenberg – Altsaxophon, Flöte, Klarinette
Bernd Winterschladen – Tenor-, Bariton- und Altsaxophon sowie Bassklarinette
Stephan Jochen Schulze – Posaune, sonstiges Blech

Talking Horns „erzählen“ mit ihren Instrumenten höchst unterhaltsame Geschichten
aus der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Kopf und Bauch werden
gleichermaflen bedient: Für Puristen und Schubladen-Denker unberhürt. Der/die
„Durchschnittshörer/in“ (so es sie denn überhaupt gibt) haben dabei ebensoviel Spaß
wie Jazz-Kenner, Freunde der Kammermusik oder jene, die es lieben, wenn es
„groovt“.
Das Repertoire wächst beharrlich wie auch die Gemeinde der Freunde akustischer
Kunst. Das aparte Erlebnis, musikalische Tiefe ohne Verstärker, Pixel, Pomp und
Videoclips zu erreichen, gedeiht besonders in guter akustischer Umgebung: Daher
auch der Hang der talking horns, wohlklingende Räume aufzuspüren. Und manches
Museum, Industriegebäude oder Burggemäuer wird somit zum Konzertsaal.
Also sprechen die vier Männer mit ihren Blech- und Holzinstrumenten durchs Horn.
Alle möglichen Facetten von schlichter, manchmal idyllischer Homophonie und
kammermusikalischer Qualität bis hin zu komplexer Polyphonie und Polyrhythmik
werden in einer für jeden direkt zugänglichen universellen musikalischen Sprache
umgesetzt. Melodien mit Ohrwurmcharakter entfalten sich über raffinierten
rhythmisch-harmonischen Grundgerüsten.
Die sich entwickelnde erstaunliche Vieldimensionalität der Stücke erinnert bisweilen
an die Struktur ausgefeilter klassischer Streichquartette. Die grofle Faszination der
Talking Horns liegt vor allem darin, dass sie ihren fantasievollen musikalischen
Mikrokosmos mit sparsamen Mitteln entfalten: Messer scharfe Bläsersätze wechseln
mit lyrischen Passagen und gelegentlich reflektiert der musikalische Horizont auch
avantgardistische Kammermusik. Durch permanenten Rollenwechsel erreichen die
Talking Horns eine orchestrale Dichte.
Und was bedeutet Jazz für die Talking Horns: „Die vorhandenen Mittel mit all ihren
Möglichkeiten kompositorisch zu nutzen, improvisatorisch zu gestalten und zu
umspielen.“
Wie schön, dass es für gute Musik kein Verfallsdatum gibt.
http://www.talkinghorns.de/musik/